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e-bit be-polar unite dirk busse review

e-bit be-polar unite dirk busse review

 

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Review von Dirk Busse Musik

Quelle

e-bit bekräftigen mit UNITE musikalische Kurskorrektur

Die Berliner Synthpopper Sigma und Anika von e-bit hatten bereits im Frühjahr mit STRONGER im neuen Gewand einen neuen Mix gewagt: eine Mischung aus bodenständigen Synthiepop und einem Hauch Mainstream, garniert mit einem leicht angerockten Abgang. Der Erfolg gab den beiden Recht.

Auch wenn ich noch nicht weiß wo und wann sich ihre Wege kreuzten, trafen sie nun auf den Produzenten, Sänger, Gitarristen, Bassisten und Songwriter Michael Clausen von be-polar aus Hamburg. Zusammen produzierten sie UNITE. Der Song wurde am 28.07.2017 mit einem Video aus der Schmiede der Gulasch Productions veröffentlicht.

UNITE überraschte mich gleich in mehrfacher Hinsicht. Zum einem ist da nun eine dominante männliche Stimme mit am Werk, das stimmliche Aushängeschild der Band, Anika setzt erst zum Refrain ein. Hier dann Überraschung zwei: die stimmlich eher tief liegende Sängerin geht mit der Stimme ungewohnt hoch, was ihr aber echt sehr gut liegt. Überraschung Nummer drei ist dann einfach das insgesamt deutlich gefälligere Auftreten des Liedes. Der Song fließt förmlich dahin und trumpft mit einem angenehmen Tempo und e-bit-typisch brilliant klaren Klängen aus dem Synthesizer.  Abgerundet mit einer elektronisch verzierten E-Gitarre formt sich UNITE zu einem sehr runden Stück Musikkunst, das eben nicht nur die eingefleischten Synthpop-Fans begeistern dürfte, sondern der Band auch eine neue Zielgruppe erschließen sollte: den Mainstream-Hörer. Zugleich machen e-bit mit dem Lied deutlich, den bereits in der Tür der dunklen Szene stehenden Fuß einen großen Schritt weiter hinein zu stellen.

Der zweite Paukenschlag der Berliner Synthpop-Band in einem halben Jahr ist bemerkenswert richtungsweisend und lässt aufhorchen. Schauen wir mal, was e-bit noch so für Überraschungen liefern.